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über uns

Wir sind eine 5 köpfige Familie, zu uns gehören 2 Hunde, ein Shih Tzu namens Bailys und eine Belgische Schäfermix Hündin mit dem Namen Kira. Meine Frau und ich sind beide im Jahr 1980 geboren und wir fanden unseren gemeinsamen Weg 2007. Sie brachte 2 Jungs aus der vergangenen Ehe mit und wir schenkten uns 2010 einen weiteren Jungen. Gemeinsam sind wir viele Jahre, als Pauschalurlauber in vielen Länder der Welt unterwegs gewesen.

Im Jahre 2017 planten wir eine mehrmonatige Auszeit zum Reisen, diesmal sollte es mit einem Wohnmobil sein. Die Suche nach dem richtigen Wohnmobil für diese Unternehmung, war der erste Schritt im Wohnmobilterran. Wir hatten zuvor schon mit unserem Wohnanhänger, der uns auch gelegentlich, neben den Flugreisen treue Urlaubsdienste leistete, Erfahrungen im Camping gewinnen können. Eins war uns jedenfalls klar, ein Wohnanhänger kommt diesmal nicht in Frage, unser Ziel war die größt mögliche Unabhängigkeit zu erreichen, fernab von Campingplätzen. Nach vielen durchforsten von Inseraten auf verschieden Internetplattformen für gebrauchte Wohnmobile und mehreren Besichtigungen von unterschiedlichen Typen, fiel die Entscheidung auf ein Alkovenmodell.

Es wurde ein Challenger 53 auf einem Fiat Chassi einem typischen 3,5t Klassenmodell, den auch wir mit unserem Führerschein fahren konnten. Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, ein Samstag im März 2017, sehr früh am Morgen, fuhr ich mit der Bahn und 32500€ in der Brusttasche los, welch eine aufregende Fahrt. Ich habe innerlich gehofft, das heute ein großer Tag wird und ich meine letzten Zweifel abwerfen konnte, die mir noch im Kopf schwirrten. Wird alles am Camper in Ordnung sein? Ist die Technik noch in Schuss? Immerhin kauften wir privat und ohne Garantie. Die Übergabe lief super und ich wurde sehr gut von einem älteren Herren eingewiesen, der uns das Fahrzeug verkaufte. Dabei filmte ich alles Interessante mit meiner Handykamera, damit ich alles nochmals anschauen konnte, denn das war ja eine ganze Menge mehr, als ich dachte. Wir tauften es auf den Namen Lotte, nachdem wir es erfolgreich und mit stolzer Brust von Braunschweig, zu uns nach Hause überführt hatten. Ausgestattet mit einem Frischwassertank von 160 Liter, dazu noch 120 Liter für Grauwasser, einer 100 Watt Solarplatte und einer 90AH Bleibatterie für den Wohnbereich, dachten wir, wir sind bestens gerüstet für autarkes und freies stehen für mehrere Tage.

Am 30 April 2017 hat unsere erste große Ausfahrt begonnen, auf die wir uns schon lange freuten. Als Reiseziel hatten wir uns Spanien vorgenommen. Wir fuhren über Freiburg, wo wir unsere erste Übernachtung einlegten, nach Frankreich, mit einem weiteren Stopp in Leucate Plage und erreichten nach 2 Tagen Girona. Dabei tauchten die ersten Unsicherheiten im Umgang mit der Technik auf, so ging der Gasherd durch Eigenverschulden nicht an, dabei wechselte ich sogar noch die komplette Gasflasche im strömenden Regen. Am Schluss stellte sich heraus dass die Gaszufuhrhähne am Verteilerblock verschlossen waren. So lernten wir immer wieder aufs Neue dazu, nach dem Motto ``LEARNING BY DOING´´. Doch weit gefehlt, entweder die Batterie schwächelte, wir mussten unsere Toilettenkassette leeren oder das Grauwasser war voll. Ständig waren wir auf der Suche nach Entsorgungsmöglichkeiten und mussten wieder weiter fahren um der Aufbaubatterie auf die Sprünge zu helfen. Zudem merkten wir schnell, die 3,5t Gesamtgewicht überschritten wir ohne Probleme und meistens hatten wir noch nicht einmal alles dabei. Also mussten wir jetzt schon umdenken, damit wir flexibler werden.

Nach unserer Auszeit 2017, entstand in uns die Frage, was machen wir mit dem Wohnmobil. Die Auszeit war ja vorbei, ich ging wieder arbeiten und für die 30 Tage Urlaub im Jahr, stand das Wohnmobil einfach viel zulange herum. Da hatte meine Frau einen genialen Einfall, nutzten wir die Gunst der Stunde und vermieten unser Wohnmobil für all die Wochen und Monate, wo wir keine Gelegenheit haben, um zu reisen. Wir meldeten uns bei einem Portal für Wohnmobilvermietung an, und vermieteten ab sofort unser Wohnmobil über „PaulCamper“. Zu unserem erstaunen lief das Vermietgeschäft recht gut an und wir hatten mehr Vermietungen als ursprünglich geplant. Auch hier hielten wir nicht lange inne und nutzten auch diese Gelegenheit, wir machten aus einen Camper noch einen zweiten Camper dazu.

Somit erwarben wir im Februar 2018 einen fast neuen Dethleffs Trend auf Fiat Basis. Diesmal war es ein teilintegriertes Modell, mit Längsbetten im Heck, die zu einer Liegewiese mittels Zwischenstücke umgebaut werden konnten. Des Weiteren auf Grund des fehlenden Alkovens, weitere Schlafmöglichkeiten die mit einem elektrischen Hubbett, sekundenschnell realisiert werden konnte. Die Ausstattung wurde natürlich, durch die Erfahrungswerte des ersten Wohnmobils erweitern. Der Dethleff bekam eine Solaranlage mit nun 200Watt, sprich zwei Solarplatten mit je 100Watt. Sowie spendierten wir ihm eine weitere AGM 90Ah Batterie zu der vorhandenen AGM Batterie dazu. Stolz über unsere weitere Errungenschaft, motivierte uns dies, weitere Maßnahmen am Wohnmobil selber vorzunehmen. So wurden zusätzliche Aufbauschlösser, ein Wechselrichter für 230 Volt Bordspannung, eine weitere Kassette für die Toilette und diverse Kleinigkeiten nachgerüstet. Jetzt endlich fieberten wir auch unserem Urlaub im autarken Flair immer weiter entgegen. Das Mietgeschäft hielt uns immer auf Trab, einerseits mussten die Vermietungen organisiert werden, Übergaben fanden statt, Reinigungen mussten durchgeführt und entstandene Defekte repariert werden. Zu all dem kam hinzu, dass auch äußere Schäden am Fahrzeug nicht ausblieben. Regelmäßig mussten Reparaturtermine vereinbart, Versicherungsschäden gemeldet und Versicherungsgutachtern Mängel gezeigt werden. Zum Glück waren es immer nur kleinere Schäden, die wieder in Ordnung gebracht werden konnten. Einzig ein defektes Seitenfenster bereitete uns größere Kopfschmerzen bei der Beschaffung, da diese Fenstergröße nur schwer zum damaligen Zeitpunkt erhältlich war.

Diese zusätzliche Nebentätigkeit wurde schnell zur Vollzeitbeschäftigung für die ganze Familie, doch zusammen, meisterten wir alle Probleme. Mit den Einnahmen konnten die laufenden Kredite für die beiden Wohnmobile gut bedient werden. Unser erster Urlaub mit unserem Trend stand vor der Tür und wir hatten volle 21 Tage Zeit, um uns die schönsten Tage im Jahr zu versüßen. Endlich ging es los, in dieser Zeit lernten wir unser neues Wohnmobil in jeder Facette kennen. Wir merkten das unser Hubbett nervig war, tägliches Auf- und Ablassen und ein eingeschränkter Sitzbereich bei abgelassen Bett, machten das Hubbett bei uns unbeliebt. Auch der Toilettenbereich und Duschbereich der sich getrennt voneinander vor den Längsbetten befand, stellte sich für uns als nicht komfortables Aufbau- Konzept dar. Die Tür trennte Schlaf und Wohnraum und fungierte dabei zusätzlich als Toilettentür, so entstand bei der aufgebauten Liegewiese das Problem, das durch die benötigte Leiter um ins Bett zu gehen, die Tür nicht richtig geöffnet werden konnte. Auch dachten wir, kräftiger oder dick darf man hier nicht sein, weder in der Dusche noch in der Toilette war der Platz ausreichend vorhanden.

Die Zeit verging und der Wunsch leben im Wohnmobil wuchs, besonders als gute Freunde ins Wohnmobil gezogen sind und ihre Reise begannen. Im Dezember 2018 war es soweit: Wir wollen das Gleiche. Mit diesem Entschluss begann unser Plan. Eine „to do Liste“ wurde erstellt, es musste gut geplant werden. Wohnmobile verkaufen, Lehrstelle für den großen Sohn finden, Wohnung für die Beiden suchen, jetzige Wohnung kündigen, neues Wohnmobil kaufen, zum dauerhaften Wohnen vorbereiten und vieles, vieles mehr.

Der Verkauf der alten Wohnmobile war ein Kinderspiel, gute Qualität verkauft sich eben einfach. Anders dagegen gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Wohnmobil. Vielmals waren sie einfach zu teuer, unser persönliches Limit begrenzten wir auf 55000€. Bei der Besichtigung der möglichen Kandidaten erwies sich der Zustand als schlecht bis mangelhaft. Fahrwerke verrostet, viele Lackschäden oder sie hatte mehr Kilometer als im Inserat angegeben. Doch plötzlich ein Lichtblick am Ostermontag, ein Phoenix 8200G auf Iveco Basis wurde in Kiel angeboten. Schnell telefonierten wir und beschlossen gleich am nächsten Tag loszufahren (600 km), um uns den Phoenix anzusehen. In Kiel angekommen staunten wir nicht schlecht, da stand er, unser Phoenix. Nach der Bezahlung ging es auf die Rückreise. Um 21.30 Uhr fuhren wie auf die Autobahn in Richtung Berlin, nach 30 Minuten machten wir eine Pause und entschlossen uns an der Raststätte zu nächtigen. Meine Frau hatte vorsorglich Schlafsäcke und eine Flasche Wein eingepackt. Dies war unsere erste Nacht in unserem „Sterni“. Der Rest der Rückfahrt verlief reibungslos.

Als wir in Freiberg ankamen waren wir erschöpft aber glücklich. Am Donnerstag wurde das Wohnmobil abgemeldet und mit Wunschkennzeichen angemeldet. Ab diesem Zeitpunkt wurden viele Projekte geplant und umgesetzt. Angefangen von der Innenraumgestaltung über die elektronische Generalüberholung bis zum Heckgaragenausbau. Zu vielen Projekten gibt’s hier auf dieser Seite gute Informationen. Wir halten euch auf den aktuellen Stand.